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Der Polnische Unabhängigkeitstag 2016

Der 11. November ist ein besonderer in der polnischen Geschichte, es ist der polnische Unabhängigkeitstag.

Das Wiedererlangen der Unabhängigkeit durch Polen war ein langjähriger und in viele Etappen aufgeteilter Prozess. Nach der Entstehung Polens 1918 wurde der Unabhängigkeitstag bis 1936 am 07. November gefeiert, um an die Bildung der Übergangsregierung, der Volksregierung der Republik Polen, am 07.11.1918 zu erinnern. 1937 verlegte man den Feiertag auf den 11. November, den Tag im Jahre 1918, an dem Józef Piłsudski zum Obersten Befehlshaber der Polnischen Armee ernannt wurde; dieser Nationalfeiertag fand vor dem zweiten Weltkrieg nur zweimal statt. Bis 1989, nach der Übernahme der Regierung durch die Kommunisten, war dieser Feiertag verboten, die aus diesem Anlass im ganzen Land stattfindenden, illegalen Demonstrationen wurden blutig zusammengeschlagen. Stattdessen führte die damalige Volksregierung den Nationalfeiertag der Wiedergeburt Polens, der am 22. Juli gefeiert wurde und an das Manifest des provisorischen kommunistischen Machtorgans unter der Kontrolle Stalins im Jahre 1944 erinnerte, ein. Erst 1989 fasste der polnische Sejm einen Beschluss, der den Unabhängigkeitstag erneut auf den 11. November legte und zum Feiertag erklärte. Seither gibt es im ganzen Land aus diesem Anlass zahlreiche Veranstaltungen, an denen sich die höchsten Vertreter des Staates und der Geistlichkeit beteiligen. Zahlreiche Paraden und Konzerte finden am 11. November statt, an einem Unabhängigkeitstag nehmen prominente Vertreter des Sports, der Politik und der Bühne teil.

Anlässlich des Nationalfeiertages hat der Botschafter der Republik Polen in Deutschland die Polonia und die Polen zueinem feierlichen Konzert des Werkes von Gabriel Kaczmarek „Msza 1050“ unter der Leitung von Wojciech Rodek eingeladen. Das Werk ist in Anlehnung an die diesjährige Feier des 1050. Jahrestages der Christianisierung Polens entstanden. Der aus Poznań stammende Komponist Gabriel Kaczmarek ist bekannt dafür, Kunst und Konvention zu verbinden. „Msza 1050“ wird von einem Orchester, Chor und Solisten aufgeführt, die Uraufführung fand während einer feierlichen Jubiläumsmesse in der Hl. Florian Kirche (Kościół Najświętszego Serca Jezusa i św. Floriana) am 15. Mai in Poznań statt. Die CD-Aufnahme, herausgegeben durch Acte Préalable, erschien im Juli 2016. In Berlin werden wir am 10. November zum ersten Mal eine Konzertversion des Werkes hören, die historisch die Zeit seit der Taufe Mieszkos I im Jahre 966 bis zu der Pilgerfahrt des Kaisers Otto III zum Grab des Heiligen Adalberts und der symbolischen Übergabe der Machtinsignien an Bolesław Chrobry umfasst.

Das Werk verbindet die Tradition der vergangenen Jahrhunderte – vom Mittelalter, Barock bis zum XIX Jahrhundert - mit den modernen Trends der klassischen und populären Musik.

Bei diesem Musikstück handelt es sich um eine aus dreizehn Teilen bestehende feierliche Messe. Fünf davon sind die festen Bestandteile einer Messe (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei) mit lateinischen Texten. Bei den übrigen Texten verwendete der Komponist verschiedene Texte, die an historische Personen, moderne Werke, das Lied von Jan Kochanowski „Czego chcesz od nas Panie za Twe hojne dary” und den Psalm „Gottes Lob aus der Schöpfung” angelehnt sind. Das Finale A. D. 1000 erinnert an den Akt von Gnesnen, der die Christianisierung Polens besiegelte und an dem der westliche Nachbar des Landes einen nicht unwesentlichen Anteil hatte. Der Komponist hat in seinem Werk auch Auszüge aus der Chronik des Bischofs von Merseburg Thietmar, die auf Deutsch und auf Polnisch rezitiert werden und zu einem integralen Teil der Konzertversion von „Msza 1050“ wurden, verwendet.

In der Musik von Gabriel Kaczmarek wird auch seine Inspiration durch die populäre Musik sichtbar.

Als Solisten treten auf:

  • Kasia Wilk, eine der besten polnischen Sängerinnen

  • Izabella Tarasiuk Andrzejewska – Mezzosopran, Solistin des Teatr Muzyczny i Poznań

  • Tomasz Raczkiewicz – Kontertenor, Solist des Teatr Wielki in Poznań

  • Józio Biegański – ein talentierter dreizehnjähriger Solist des Knabenchors in Poznań

 

 

 

 

 

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